Reise zum Roman in 180 Tagen

Entstehung 

Seit zwei Jahren schreibe ich an meinem ersten Roman. Langsam, aber stetig ging es neben der anderen Arbeit voran; dann ging ich nach Südostasien. Die Idee zu diesem Projekt kam mir, als ich in Phnom Penh zur Rush Hour auf einem Moto mitfuhr und von so vielen Reizen überflutet wurde, dass ich darin schwimmen konnte. In diesem verrückten Verkehr schien wohl plötzlich alles möglich. Zwei Dinge hatte ich in Kambodscha gemerkt: Ich brauche nicht viel, aber ich will schreiben. Und: Die Menschen sind so großzügig. "Die Federn meiner Mutter" ist eine europäische Geschichte; darum möchte ich mich für ein halbes Jahr auf Romanreise begeben und meiner Protagonistin Agnes entlang ihrer Route von Barcelona über Südfrankreich, Norditalien und Slowenien bis nach Kroatien folgen. Ich lasse mich von den Schauplätzen inspirieren, werde recherchieren und endlich Agnes' Geschichte fertig schreiben:

 

Die Federn meiner Mutter

Als kleines Kind wurde Agnes von ihrer Mutter verlassen. Inzwischen studiert sie und hat es sich in ihrer süddeutschen Stadt gut eingerichtet. Zu ihrer Mutter hat sie keinen Kontakt; sie glaubt, sie habe mit ihr abgeschlossen. Erst als Agnes erfährt, dass ihre Mutter verschwunden ist, wird ihr klar, dass sie so gut wie nichts über diese Magdalena Blau weiß, die nicht nur ihre Mutter, sondern auch Malerin ist. So packt Agnes ihre Kamera ein und macht sich auf den Weg nach Paris. Von dort aus folgt sie ihren Spuren nach Barcelona und weiter die Mittelmeerküste entlang. Unterwegs findet sie viel mehr, als sie gesucht hatte ‒ und erkennt, dass die Dinge nicht so klar sind, wie sie ihr bislang schienen. Es ist die Geschichte eines Ausbruchs, eine Geschichte von Sehnsucht und Befreiung.

Der Plan

Vom 1. Mai bis 31. Oktober möchte ich mich für ein halbes Jahr voll und ganz dem Schreiben widmen: Sechs Stunden am Tag, zehn Seiten pro Woche. Für diese Zeit ist das mein Vollzeitjob. Bis November sollen so aus 50 Seiten 250 werden.

Für je etwa zwei Wochen kann ich bei verschiedenen Gastgebern aus meinem Freundeskreis unterkommen. Nach Couchsurfing-Prinzip will ich ein guter Gast sein; kann beim Kochen, mit den Kindern, im Haus und Garten helfen, wo es nötig ist. Nur ein halbwegs ruhiges Plätzchen brauche ich: In diesem halben Jahr möchte ich ganz in der Geschichte leben, alles andere tritt in den Hintergrund ‒ so wird hoffentlich Agnes' Geschichte zu einer Wirklichkeit, die du dann als Leser erleben kannst. Anschließend werde ich das Manuskript noch einmal überarbeiten und einen Verlag suchen.

 

Route

Mai - Mitte Juni: Barcelona / Katalonien

Mitte Juni bis Ende Juli: Südfrankreich

August bis Anfang September: Deutschland

September: Norditalien

Oktober: Slowenien und Kroatien

 

Crowdfunding

Um mir dieses halbe Jahr für die Romanreise nehmen zu können, brauche ich monatlich etwas Geld für Transport und die unvermeidlichen Ausgaben des Lebens auf Reisen. Für Unterkunft habe ich dank meiner zwölf großzügigen Gastgeber von Katalonien bis Dalmatien keine Ausgaben. Meine Schreibreise beginnt am 1. Mai. Gelingt die Finanzierung, ziehe ich vom ersten Gastgeber weiter entlang der Route meiner Protagonistin und schreibe ihre Geschichte. Wenn ihr mich unterstützen wollt, könnt ihr das ab 15.4. über Startnext tun. 

***UPDATE: Das Projekt wurde erfolgreich finanziert. Es ist nun nicht mehr möglich, mich über Startnext zu unterstützen. Wenn ihr trotzdem noch etwas zu den dort genannten Bedingungen beitragen wollt, könnt ihr mich direkt kontaktieren.***

 

Als Unterstützer bekommt ihr natürlich auch etwas, zum Beispiel erste Einblicke in das Work-in-progress per Mail oder per Post. Mein Romanreise-Vorhaben beruht zwar zunächst einmal darauf, anzunehmen, was andere zu geben bereit sind. Doch ich hoffe sehr, durch meine Geschichte bald ganz vielen Menschen etwas zurückgeben zu können: Einerseits meinen Lesern (alle Unterstützer ab 25€ erhalten den Roman bei Erscheinen auf meine Kosten), andererseits aber auch Kindern in Kambodscha ‒ dem Land, das mich so inspiriert hat. Wenn "Die Federn meiner Mutter" veröffentlicht wird, spende ich den eingegangen Betrag an die NGO Cambodian Organization for Learning and Training, eine Schule bei Phnom Penh.

Zu meinem Schreiben

"Die Federn meiner Mutter" ist ein persönliches Projekt, doch ich schreibe nicht nur für mich. Bei verschiedenen Lesungen merkte ich, wie viel andere aus meinen Geschichten ziehen können. Das möchte ich auch mit meinem Roman erreichen. Ich habe schon viel Energie und Gedanken in diese Geschichte gesteckt. Die ersten Kapitel des Romans schrieb ich im Rahmen meines Abschlusses am Studio Literatur und Theater; nun brauche ich noch die Zeit, um ihn zu Ende zu bringen.

 

Das Buch soll die Atmosphäre von Orten einfangen, sodass das Lesen auch zu einer sinnlichen Erfahrung wird. Spannend, ehrlich und emotional präzise möchte ich von Beziehungen erzählen ‒ zwischen der Tochter, der Mutter und anderen. "Die Federn meiner Mutter" ist die Geschichte eines künstlerischen Erwachens, in der Gewissheiten aufbrechen. Ich möchte Widersprüche wahrnehmen und auch über das schreiben, was man nicht erklären kann. Wenn dich das anspricht und wenn du gerne beim Lesen auf Reisen gehst, könnte dieses Buch dich interessieren.

 

Einen ersten Eindruck von meinen Texten kannst du dir hier und auf einer der Lesungen in Tübingen machen.


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